Sturmschaden am Dach in Gießen: Was Hausbesitzer nach Unwetter tun sollten

Mai 25, 2026

Sturmschaden am Dach durch Unwetter kann verheerende Folgen für Hausbesitzer in Gießen haben. Besonders das Dach ist anfällig für Sturmschäden, die hohe Kosten verursachen können. Es ist entscheidend zu wissen, wie man sich im Falle eines Sturmschadens verhält, welche Schritte unternommen werden müssen und welche Versicherungen greifen. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick darüber, was nach einem Sturm zu tun ist, um schnell und effizient den Schaden zu beheben und finanzielle Belastungen zu minimieren.

Überblick über Sturmschäden

Was sind Sturmschäden?

Sturmschäden umfassen alle Beschädigungen an Gebäuden oder Eigentum, die durch extreme Wetterereignisse wie Sturm, Hagel oder Überschwemmung verursacht werden. Solche Schäden können von einem einfachen Dachziegel bis hin zu schwerwiegenden strukturellen Beeinträchtigungen reichen.

Ein signifikanter Sturmschaden liegt typischerweise vor, wenn die Windgeschwindigkeit folgende Kriterien erfüllt:

KriteriumWert
Mindest-WindstärkeWindstärke 8
Mindest-Windgeschwindigkeit62 km/h

Erst ab Windstärke 8 zahlt die Versicherung in der Regel, wobei dieser Nachweis oft entscheidend für die Regulierung ist.

Häufige Arten von Sturmschäden

Die häufigsten Arten von Sturmschäden am Dach in Gießen sind vielfältig. Dazu gehören abgedeckte oder beschädigte Dachziegel, die durch herumfliegende Äste oder andere Trümmer verursacht werden können. Auch Schäden an Dachrinnen, Kaminverkleidungen und Solaranlagen sind keine Seltenheit. Starkregen, der oft mit einem Sturm einhergeht, kann zu undichten Stellen führen und Wasserschäden im Inneren des Hauses verursachen, während Hagel die Dachhaut und Fenster beschädigt. Auch herabfallende Äste können erhebliche Schäden am Dach verursachen.

Wie entstehen Sturmschäden?

Sturmschäden entstehen primär durch die enorme Kraft des Windes, der ab Windstärke 8 oder höher ausreichend ist, um Dachziegel zu lösen oder sogar ganze Dachteile abzuheben. Herumfliegende Gegenstände wie Äste, Gartenmöbel oder andere Trümmer werden zu gefährlichen Geschossen, die das Dach und die Fassade beschädigen. Hagel kann durch seine Aufprallenergie ebenfalls schwere Beschädigungen an Dächern und Verkleidungen verursachen. Darüber hinaus kann ein Sturm in Kombination mit Starkregen oder Überschwemmung zu weiteren Wasserschäden am Haus führen, insbesondere wenn das Dach undicht wird.

Sturmschaden am Dach

Typische Schäden an Dachziegeln

Ein typischer Sturmschaden am Dach in Gießen betrifft häufig die Dachziegel, welche durch die Einwirkung von Wind und herumfliegenden Ästen oder anderen Gegenständen beschädigt oder sogar abgedeckt werden können. Besonders bei einer Windgeschwindigkeit von 62 Kilometern pro Stunde oder bei Windstärke 8 und höher, werden Dachziegel leicht zu gefährlichen Geschossen oder fallen vom Dach. Solche Beschädigungen können zu undichten Stellen führen, durch die Starkregen ins Innere des Hauses gelangen kann, was wiederum Wasserschäden nach sich zieht. Es ist wichtig, die beschädigten Dachziegel so schnell wie möglich zu beheben, um größere Folgeschäden zu vermeiden.

Die Wohngebäudeversicherung kommt in der Regel für Sturmschäden am Dach auf, unter folgenden Voraussetzungen:

VoraussetzungDetails
SchadenmeldungUmgehende Meldung an die Versicherung
WindstärkenachweisNachweis der Windstärke muss erbracht werden

Folgen von Hagel auf das Dach

Hagel kann erhebliche Sturmschäden am Dach verursachen, selbst wenn die Windstärke noch nicht Windstärke 8 erreicht hat. Die Aufprallenergie der Hagelkörner kann Dachziegel, Dachfenster, Solaranlagen und die Dachhaut selbst beschädigen. Diese feinen Risse oder Löcher sind oft schwer zu erkennen, können aber bei nachfolgendem Starkregen zu erheblichen Wasserschäden im Dachstuhl oder den darunterliegenden Wohnräumen führen. Es ist essenziell, das Dach nach einem Hagelschlag gründlich zu prüfen und eventuelle Schäden der Versicherung zu melden, um eine schnelle Regulierung sicherzustellen.

VersicherungDeckung bei Hagelschäden
WohngebäudeversicherungZahlt bei Sturmschäden, die durch Hagel verursacht wurden.
ZusatzinformationDeckung gilt auch, wenn der Sturm keine Windgeschwindigkeit von 62 km/h erreichte.

Prüfung und Dokumentation von Dachschäden

Nach einem Unwetter ist es von größter Bedeutung, den Sturmschaden am Dach sorgfältig zu prüfen und umfassend zu dokumentieren. Machen Sie detaillierte Fotos und Videos der beschädigten Bereiche, notieren Sie das Datum und die Uhrzeit des Sturms und, wenn möglich, die geschätzte Windgeschwindigkeit. Dieser Nachweis ist entscheidend, damit die Versicherung zahlt, insbesondere wenn die Windstärke 8 erreicht wurde. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Wohngebäudeversicherung, um den Schaden zu melden. Eine genaue Dokumentation hilft dem Versicherer, den Schaden schnell und unkompliziert zu regulieren. Bei größeren Schäden sollte ein professioneller Dachdecker hinzugezogen werden, um das Ausmaß der Sturmschäden am Dach zu beurteilen und ein Angebot für die Reparatur einzuholen. Stellen Sie sicher, dass alle temporären Sicherungsmaßnahmen ebenfalls dokumentiert werden.

Versicherungsschutz bei Sturmschäden

Welche Versicherungen decken Sturmschäden ab?

Bei einem Sturmschaden am Dach oder am restlichen Haus ist es essenziell zu wissen, welche Versicherungen greifen, um die Kosten für die Behebung der Sturmschäden zu decken. Die wichtigste Versicherung ist in der Regel die Wohngebäudeversicherung, die für Schäden am Gebäude selbst aufkommt. Daneben spielt die Hausratversicherung eine Rolle, wenn Gegenstände im Inneren des Hauses durch eindringendes Wasser oder herumfliegende Trümmer beschädigt werden. Wer zahlt bei Sturmschäden am Auto? Hierfür ist die Kaskoversicherung zuständig. Es ist wichtig, den Schaden der Versicherung umgehend zu melden und alle notwendigen Nachweise zu erbringen, damit der Versicherer die Kosten für die Behebung der Sturmschäden übernimmt und diese zügig regulieren kann. Ohne den entsprechenden Versicherungsschutz können die Kosten für die Beseitigung eines Sturmschadens schnell eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen.

Wohngebäudeversicherung und ihre Leistungen

Die Wohngebäudeversicherung ist der zentrale Pfeiler, wenn es um den Schutz vor Sturmschäden am Dach und anderen Teilen des Hauses geht. Sie zahlt bei Sturmschäden, die durch Wind ab Windstärke 8 (entsprechend einer Windgeschwindigkeit von mindestens 62 km/h) oder durch Hagel verursacht werden. Dies umfasst die Reparatur von beschädigten Dachziegeln, die Behebung von Wasserschäden durch eindringenden Starkregen sowie die Wiederherstellung von Fassaden oder anderen fest mit dem Gebäude verbundenen Teilen. Wichtig ist, dass der Nachweis über die Windstärke erbracht wird. Viele Versicherer zahlen auch, wenn ein Sturm oder Hagel das Dach beschädigt hat, ohne dass die Mindestwindstärke erreicht wurde, sofern der Schaden eindeutig auf das Unwetter zurückzuführen ist. Es ist unerlässlich, den Sturmschaden der Versicherung umgehend zu melden und alle erforderlichen Unterlagen für die Regulierung einzureichen, damit die Gebäudeversicherung die Kosten übernimmt.

Wird der Sturmschaden am Auto auch versichert?

Ein Sturmschaden am Auto ist ebenfalls ein häufiges Problem nach einem Unwetter. Hier kommt die Kfz-Versicherung ins Spiel, genauer gesagt die Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung. Die Teilkasko deckt in der Regel Schäden ab, die direkt durch Sturm oder Hagel verursacht wurden, wie zum Beispiel Dellen durch Hagelkörner oder Beschädigungen durch herabfallende Äste oder herumfliegende Dachziegel. Die Vollkaskoversicherung bietet einen umfassenderen Schutz und übernimmt auch Schäden, die durch das eigene Verschulden entstanden sind, was bei einem Sturm aber weniger relevant ist. Auch hier gilt: Wer zahlt, ist der Versicherer, wenn der Schaden der Versicherung gemeldet und entsprechend dokumentiert wird. Es ist ratsam, auch hier Fotos des beschädigten Autos zu machen und umgehend Kontakt mit der Versicherung aufzunehmen, um den Sturmschaden am Auto schnellstmöglich zu regulieren.

Vorgehensweise nach einem Sturm

Erste Schritte zur Schadensregulierung

Nach einem Sturmschaden ist es von größter Bedeutung, schnell und besonnen zu handeln, um größere Folgeschäden zu vermeiden und eine reibungslose Regulierung mit der Versicherung zu gewährleisten. Zuerst sollten Sie umgehend den Sturmschaden am Dach oder anderen Teilen Ihres Hauses dokumentieren. Machen Sie detaillierte Fotos und Videos der beschädigten Bereiche. Sichern Sie, falls möglich und ohne Eigengefährdung, provisorisch die betroffenen Stellen, zum Beispiel mit Planen, um das Eindringen von Starkregen zu verhindern. Anschließend ist es entscheidend, den Schaden der Versicherung zu melden, denn nur so zahlt die Versicherung die entstandenen Kosten für die Reparatur des Sturmschadens.

Nachweis der Schäden für die Versicherung

Für die Schadensregulierung ist der Nachweis der Sturmschäden unerlässlich. Die Versicherung zahlt in der Regel erst ab Windstärke 8, was einer Windgeschwindigkeit von mindestens 62 Kilometern pro Stunde entspricht. Sammeln Sie alle verfügbaren Informationen zum Unwetter, wie Wetterberichte oder Bestätigungen von Wetterdiensten, die die Windgeschwindigkeit belegen. Dokumentieren Sie alle beschädigten Dachziegel, abgedeckten Bereiche oder andere durch herumfliegende Äste verursachte Sturmschäden. Ein umfassender Nachweis hilft dem Versicherer, den Schaden schnell zu regulieren. Bei größeren Sturmschäden am Dach kann es sinnvoll sein, einen unabhängigen Sachverständigen hinzuzuziehen, dessen Gutachten als zusätzlicher Beleg dient.

Wie die Versicherung zahlt und was zu beachten ist

Sobald der Sturmschaden der Versicherung gemeldet und umfassend dokumentiert wurde, beginnt der Regulierungsprozess. Die Wohngebäudeversicherung wird in der Regel die Kosten für die Reparatur oder den Ersatz der beschädigten Teile am Dach übernehmen, sofern der Schaden durch Sturm oder Hagel verursacht wurde und die Bedingungen erfüllt sind (z.B. ab Windstärke 8). Achten Sie darauf, Kostenvoranschläge von Handwerkern einzuholen und diese vor der Beauftragung mit dem Versicherer abzustimmen. Klären Sie im Vorfeld, ob die Versicherung die direkten Reparaturkosten sowie eventuelle Aufräumkosten deckt. Eine offene Kommunikation mit dem Versicherer ist entscheidend, damit die Regulierung reibungslos verläuft und Sie nicht auf den Kosten für den Sturmschaden sitzen bleiben.

Prävention und Schutz vor zukünftigen Sturmschäden

Maßnahmen zum Schutz des Daches

Um zukünftige Sturmschäden am Dach zu minimieren, sollten Hausbesitzer präventive Maßnahmen ergreifen. Eine regelmäßige Inspektion des Daches ist unerlässlich, um lose Dachziegel oder beschädigte Dachrinnen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Besonders vor der Sturmsaison sollten Bäume auf dem Grundstück geprüft und Äste, die das Dach gefährden könnten, zurückgeschnitten werden. Eine fachgerechte Wartung des Daches durch einen Dachdecker kann die Widerstandsfähigkeit gegen Wind und Hagel erheblich verbessern. Durch diese Vorkehrungen kann vermieden werden, dass die Versicherung bei Sturmschäden am Dach aktiv werden muss und die Kosten für teure Reparaturen reduziert werden.

Wie man Sturmschäden am Auto vermeiden kann

Auch das Auto ist bei einem Unwetter anfällig für Sturmschäden. Um Sturmschäden am Auto zu vermeiden, sollten Sie es bei Sturmwarnungen in einer geschützten Garage parken oder zumindest unter einem stabilen Carport unterstellen. Falls keine dieser Optionen verfügbar ist, wählen Sie einen Parkplatz, der nicht in der Nähe von Bäumen oder leicht umstürzenden Gegenständen wie Gartenmöbeln oder Mülltonnen liegt, die bei Windstärke 8 und höher zu gefährlichen Geschossen werden könnten. Diese einfachen Maßnahmen können verhindern, dass die Kfz-Versicherung bei Sturmschäden am Auto zahlen muss, und bewahren Ihr Fahrzeug vor Beschädigungen durch herumfliegende Dachziegel oder Äste.

Tipps zur regelmäßigen Wartung und Inspektion

Regelmäßige Wartung und Inspektion sind der beste Schutz vor unerwarteten Sturmschäden und gewährleisten, dass die Wohngebäudeversicherung im Ernstfall problemlos zahlt. Überprüfen Sie jährlich das Dach auf lose Dachziegel, Risse oder andere Schwachstellen. Reinigen Sie Dachrinnen und Fallrohre, um Verstopfungen zu vermeiden, die bei Starkregen zu Wasserschäden führen könnten. Lassen Sie Solaranlagen und Schornsteine regelmäßig von Fachleuten warten. Durch diese präventiven Maßnahmen bleiben Sie bei einem Sturm abgesichert und minimieren das Risiko, dass der Versicherer den Schaden der Versicherung nicht oder nur teilweise zahlt, weil mangelnde Wartung zur Schadensursache beigetragen hat.

Achim Dreizler als Autor der Blogs

Christian Petrowski von
Christian Petrowski Bedachungen GmbH

Seit 2012 führt der Dachdeckermeister seinen Betrieb mit Leidenschaft, Fachwissen und einem klaren Blick für Qualität. Als verlässlicher Ansprechpartner und Organisator sorgt er dafür, dass jedes Projekt rund ums Dach zuverlässig umgesetzt wird.